Sollen tote Zähne wurzelbehandelt werden?

Tote Zähne sind das Resultat einer Zahnmedizin, die "zu spät" gekommen ist, und sollten bei regelmäßiger Prophylaxe und Vorbeugeuntersuchung die absolute Ausnahme bleiben. Aber schon durch die gar nicht mal so seltenen Unfälle mit Zähnen im Jugendalter kommen wir um die Frage nicht herum: Was machen, wenn ein Zahnnerv verletzt wird oder sich entzündet?

Wo früher nur die Zange für Ruhe sorgen konnte, können wir heute mit vielen Verfahren Zähne auch dann noch erhalten, wenn sie schon nicht mehr lebendig sind. Totes Gewebe aber belastet den lebendigen Organismus - die Frage ist: In welchem Maße?

Hier kann aus unserer Sicht nur im Einzelfall entschieden werden, ob der Erhalt eines Zahnes gerechtfertigt ist. Moderne Methoden können heute in vielen Fällen die Belastung sehr gering halten. Trotzdem bleiben in jedem Falle tote Zähne ganz grundsätzlich eine Belastung für den lebendigen Organismus, da das Immunsystem immer bemüht ist, "fremd" von "nicht-fremd" zu unterscheiden - und ein toter Zahn mutiert von körpereigen zu körperfremd: Die eigene Körpersubstanz wird verändert, bakterielle Zersetzung führt zu einer toxischen Belastung, Wurzelfüllmaterialien können allergische oder weitere toxische Belastungen, z. B. auch durch Pilzbelastungen hervorrufen - man braucht also noch nicht einmal energetische Meridianphänomene zu bemühen, um festzustellen, dass es sich bei der Wurzelbehandlung um einen letzten Versuch handelt, einen Zahn - zumindest auf Zeit - zu erhalten.

Die genannten grundsätzlichen Problem zu minimieren, ist letztlich die Kunst einer erfolgreichen Wurzelbehandlung.

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